Geschichte 1999

Carneval do Rio

1999plakat.jpg
Die zwölfte Austragung des Mercedes-CSI fand in diesem Jahr letzmals Ende März (25. bis 28.) statt, dafür erstmals mit einem neuen Sportchef. Für den gesundheitlich angeschlagenen Rolf Theiler sprang der aktive Equipenreiter Markus Fuchs ein. Fuchs war somit Organisator und Teilnehmer in Personalunion. Und dies mit Erfolg. Er brachte nicht nur wieder die gesamte Weltelite an den Start, sondern räumte auch als Reiter ab: Er gewann nämlich zum dritten Mal nach 1995 und 1997 den Gold-Cup, den mit einem Kilogramm Gold dotierten Preis für den erfolgreichsten Turnierreiter. Weiter gab sich der Mercedes-CSI auch neue Organisationsstrukturen.
1999-1-max.jpg
Das weltweit bestdotierte Hallenturnier der Springreiter wurde in eine Aktiengesellschaft eingebettet. Die Mercedes-CSI-Initianten Rolf und Urs Theiler erweiterten mit der Gründung der AG die Geschäftsleitung. Ihr gehören nun die Initianten von Art on Ice - der ehemalige Eiskunstläufer Oliver Höner und Reto Caviezel - an. Ziel der Zusammenarbeit war die Weiterentwicklung des CSI und die Nutzung von Synergien zu "Art on Ice", welches ebenfalls im Hallenstadion stattfindet. "Dieser Schritt ist die logische Folge der letztjährigen Terminschwierigkeiten", kommentierte Rolf Theiler die Kooperation. Künftig muss der Mercedes-CSI auf Anfang Februar ausweichen.

Die diesjährige Austragung stand ganz im Zeichen der Lebensfreude: Mit Carnaval do Rio und Samba unterhielten die 230 Mitglieder der berühmten Sambaschule "Beija-Flor" aus Rio während den vier Tagen die insgesamt 42'600 Zuschauer. Die "Königin der Sambaschulen" verwandelte das Hallenstadion mit ihrer "Strassenoper" in ein farbenprächtiges Karnevalsgeschehen. Der Karneval war von den Organisatoren als Hommage an den brasilianischen Springreit-Weltmeister Rodrigo Pessoa gedacht.
1999-2-max.jpg
Rodrigo Pessoa bedankte sich auf seine Weise, denn die ersten zwei Prüfungen des zweiten Tages standen ganz im Zeichen des Weltmeisters: Der in Brüssel lebende Brasilianer, der tags zuvor bereits das Eröffnungsspringen für sich entschieden hatte, gewann abermals mit der französischen Stute Bianca d'Amaury das Springen nach Wertung A. Anschliessend war der 26jährige auch im einmaligen Stechen der zweiten Qualifikation für das Swiss Masters nicht zu schlagen. Die Hauptprüfung - die mit 250'000 Franken dotierte UBS-Trophy vom Sonntag - gewann überraschend der Brite Geoff Billington auf seinem Wallach It's Otto. Beat Mändli, der als einziger Schweizer das Stechen erreicht hatte, wurde mit Pozitano nach zwei Abwürfen Vierter. In der zweitwichtigsten Mercedes-CSI-Prüfung, dem Grand Prix vom Donnerstag, siegte wieder einmal der Deutsche Franke Sloothaak auf Walzerkönig. Mit einem kontrollierten Ritt erreichte der Weltranglisten-Erste Willi Melliger auf Calvaro hinter dem Belgier Ludo Philippaerts auf Nura Rang 3.
twitter-teaser-jpg.jpg
webtv-teaser-jpg.jpg
programm-teaser-jpg.jpg
startrangliste-teaser-jpg.jpg