22. Mercedes-CSI in Zürich

29. bis 31. Januar 2010 im Hallenstadion

Spannung, Emotionen, Unterhaltung. Drei Tage lang war der Mercedes-CSI der leuchtende Stern am internationalen Springsport-Himmel. Ein Event mit Sport auf höchstem Niveau, einer beeindruckenden Show und einem attraktiven Expo-Angebot. Über 35'000 Zuschauer am höchstdotierten Hallenspringreitturnier der Welt erlebten wahre Augenweide. Der Mercedes-CSI wird auch im kommenden Jahr zum sportlichen und gesellschaftlichen Ereignis. Reservieren Sie sich deshalb das Datum schon jetzt: Auf Wiedersehen am 28. bis 30. Januar 2011 im Hallenstadion Zürich.

Kürzung am CSI Zürich zum Wohle der Pferde

Die ersten drei Jahre auf der offenen Radrennbahn in Zürich-Oerlikon, seit 1991 im benachbarten Hallenstadion. Mittlerweile ist die Veranstaltung das bedeutendste Hallenturnier im internationalen Pferdesport geworden und seit vergangenem Januar auch eine Station der westeuropäischen Weltcuptournee. Von Donnerstag bis am Sonntag startete jeweils die Weltelite der Springreiter mit ihren besten Pferden in den hoch dotierten Prüfungen.

Nur noch zwei statt drei Grand Prix
Auch im kommenden Januar werden die weltbesten Reiter wieder nach Zürich reisen. Doch die Veranstaltung wird nicht wie bisher am Donnerstag eröffnet, sondern einen Tag später. Der Mercedes-CSI Zürich und der CHIO Aachen waren bisher weltweit die einzigen Turniere, die mehr als zwei Grand Prix ausgeschrieben hatten. In Zürich waren es drei dieser Prüfungen mit einer grossen Preissumme und entsprechend hohen Anforderungen für Pferd und Reiter. Und weil diese ihre Tiere aus gesundheitlichen Gründen an einem Wochenende nur in zwei von drei Grand Prix einsetzen konnten, mussten sie ein zweites GP-taugliches Pferd mitnehmen. Mit dem Resultat, dass beide Pferde im Einsatz standen. Und dies praktisch an jedem Wochenende.
Rolf Theiler, einer der Gründer und Direktoren des CSI, will diese Situation nun ändern und als einer der ersten Veranstalter neue Wege gehen, um den Einsatz der Pferde zu dosieren. Er habe als intensiver Beobachter des Weltcup-Zirkus gesehen, dass die Belastung der Pferde mit so vielen dicht aufeinanderfolgenden Veranstaltungen zu gross geworden sei. In der kommenden Weltcupsaison findet zum Beispiel eine Woche vor Zürich das Turnier in Leipzig, eine Woche danach dasjenige von Bordeaux und eine weitere Woche später bereits eines im spanischen Vigo statt. Kann ein Reiter nur ein Pferd einsetzten, können sich die anderen zu Hause von ihren Einsätzen erholen.

Andere Veranstalter werden folgen
Rolf Theiler ist überzeugt, dass noch andere Veranstalter seinem Beispiel folgen werden. Dass dieser Schritt wegweisend sein wird, finden unter anderem auch die Verantwortlichen der Uhrenmanufaktur Rolex, einer der Hauptsponsoren des CSI. Und auf grosse Ablehnung ist er bei den Reitern bisher nicht gestossen. Zumal geplant ist, die Preissummen einzelner Prüfungen an den drei Tagen zu erhöhen.
Dass die Reduzierung von vier auf drei Tage eine reine Massnahme aus wirtschaftlichen Gründen sei, bestreitet Theiler. Natürlich müsse man eine so grosse Veranstaltung wie den Mercedes-CSI, dessen Budget 2010 nur unwesentlich unter den bisherigen 6 Millionen Franken liegen wird, wie ein Unternehmen führen und von Zeit zu Zeit Anpassungen vornehmen. Einsparen könne er wegen der Streichung des Donnerstags aber ohnehin nur 70'000 bis 80'000 Franken. Gleichzeitig müssen die Organisatoren Geld in eine Neuerung investieren. Rund 50'000 Franken, schätzt Theiler, kosten die beiden "After Partys", die in Zukunft anschliessend an den sportlichen Teil jeweils am Freitag und Samstag im Hallenstadion stattfinden werden.

Quelle: Tages-Anzeiger, Rolf Gfeller

WebTV Mercedes-CSI

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