22. Mercedes-CSI in Zürich

29. bis 31. Januar 2010 im Hallenstadion

Spannung, Emotionen, Unterhaltung. Drei Tage lang war der Mercedes-CSI der leuchtende Stern am internationalen Springsport-Himmel. Ein Event mit Sport auf höchstem Niveau, einer beeindruckenden Show und einem attraktiven Expo-Angebot. Über 35'000 Zuschauer am höchstdotierten Hallenspringreitturnier der Welt erlebten wahre Augenweide. Der Mercedes-CSI wird auch im kommenden Jahr zum sportlichen und gesellschaftlichen Ereignis. Reservieren Sie sich deshalb das Datum schon jetzt: Auf Wiedersehen am 28. bis 30. Januar 2011 im Hallenstadion Zürich.

Steve Guerdat gewinnt die Mercedes Classic

Als dritter Schweizer nach Willi Melliger und Markus Fuchs knackte Steve Guerdat am Mercedes CSI in der Mercedes-Classic den Tresor. Im Sattel seines Belgien-Hengstes Tresor entschied er das Stechen als letzter von neun Teilnehmern souverän zu seinen Gunsten.

Der Team-Europameister und Olympia-Bronzegewinner mit der Mannschaft feierte beim 22. Mercedes-CSI seinen dritten Weltcupsieg und sorgte für den 40. Triumph eines Schweizers in einer Weltcup-Qualifikation. Im Dezember 2006 hatte der Jurassier auf Jalisca Solier in Genf erstmals gewonnen, in Vigo doppelte er im Frühjahr 2007 nach.

Der in Herrliberg sesshaft gewordene Romand verwies den ehemaligen deutschen Team-Olympiasieger, Welt- und Europameister Lars Nieberg auf Levito um 77 Hundertstel und den überraschenden Schweden Svante Johansson mit Saint Amour um 2,27 Sekunden auf die Ehrenplätze.

Wie im Vorjahr belegte die forsch angreifende Tessinerin Clarissa Crotta mit Westside nach einem ebenfalls fehlerlosen Stechen Platz fünf. Der Berner Niklaus Schurtenberger als Siebter mit Cantus nach einem Abwurf und der Thurgauer Beat Mändli als Acher mit Louis nach zwei Versehen im Stechen rundeten das ausgezeichnete Schweizer Abschneiden im Weltcupspringen ab, das mit 243'000 Franken die höchste Hallenprüfung der Welt ist.

Vom Glück begünstigt
"Ich habe diesen Sieg nicht erwartet", gestand Guerdat, nachdem er nach der Zielpassage triumphierend seinen Helm vom Haupt gerissen hatte, die (Sieges)faust schwenkte und das Bad in der Menge vor 11 320 Zuschauern genoss. "Tresor war im Herbst nicht so in Form und hatte eine dreimonatige Pause. Jetzt steht das Glück wieder auf unserer Seite, nachdem sich in der zweiten Hälfte 2009 auch Jalisca Solier und Ferrari verletzt hatten. In Zürich die Classic zu gewinnen, bedeutet mir viel und ist für mich ein Heimsieg."

Glück bekundete der ehrgeizige Stilist, der vom Genfer Uhrenkönig Yves C. Piaget mit erstklassigen Pferden ausgestattet wird, vor allem bei der Planke in der entscheidenden Runde. Klasse waren seine engen Wendungen, das geschickte Taktieren vor der klassierenden Zweierkombination und die Präzision, mit der der Sohn des belgischen Equipenchefs Philippe Guerdat seinen 14-jährigen, wendigen Hengst über die sieben Hindernisse in der Barrage führte.

Tresor verdiente sich bisher seine Lorbeeren trotz dem Sieg im Masters in Rio de Janeiro 2009 vor allem als Hallenpferd. Mit dem Hengst klassierte sich Guerdat in den Weltcupfinals dreimal unter den besten Zehn: Er war Dritter 2007, Siebter 2008 und Achter 2009. Und vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 war Tresor mit einer Gesamtgewinnsumme von 356'877 Franken das erfolgreichste Pferd in Schweizer Beritt.                

Fünf Schweizer Siege
Die Schweizer Springreiter überzeugten am 22. Mercedes-CSI. Fünf Siege gingen auf das Konto der einheimsichen Reiter, drei allein sicherte sich der vermutlich neue Weltranglisten-Erste Pius Schwizer, der sich trotz zwei Abwürfen mit Carlina in der Mercedes-Classic als bester Turnierreiter auszeichnen liess und total 57'600 Franken einkassierte. Neben Steve Guerdat reihte sich auch Janika Sprunger im Equipenspringen zusammen mit Harrie Smolders (Ho) ganz vorne ein. Erfreulich auch, dass sich der Schweizer Nachwuchs, Sprunger, Fricker, Lazzarotto, die Zügers und besonders der aufstrebende Martin Fuchs, ihre Klasse aufblitzen liessen. Da wächst starke interne Konkurrenz für die Team-Europameister heran, und auch Niklaus Schurtenberger bewies, dass sein 15-jähriger Schimmel Cantus noch nicht zum alten Eisen gehört.

WebTV Mercedes-CSI

teaser-webtv-d.jpg

Infos auf Twitter

twitter_200x40.gif
feitv200x40.png